Bookmark Einbetten

electronica 2018 - Medizinelektronik

Prof. Dr. Oliver Hayden, Lehrstuhl für Biomedizinische Elektronik, TranslaTUM, TU München: „Ein hohes Alter zu gewinnen, produktiv zu bleiben, sein soziales Umfeld zu genießen, aber eben nicht krank zu werden, das müsste eigentlich das Ziel sein. Und die Elektronik kann hier einen maßgeblichen Beitrag dazu leisten. Was wir eben hier versuchen, ist schlicht und einfach Elektronik und Medizin zusammen zu führen auf eine Art und Weise, dass ein Patient davon profitieren kann. Visionär wären zum Beispiel Dinge, wenn man wirklich Implantate sensorieren könnte. Im Wesentlichen ist das Implantat ein Stück Metall. Würden wir die Sensorik dabei haben, die es uns erlaubt festzustellen, wann der Patient schon früh genug remobilisiert ist und stabil genug ist, dann bedeutet das, wir könnten das Implantat auch früher entfernen. In solchen Fallbeispielen spiegelt sich wieder, wo biomedizinische Elektronik einen ganz maßgeblichen Innovationssprung in der Patientenversorgung leisten könnte. Prof. Dr. Bertram Wolfrum, Fakultät für Elektro- & Informationstechnik, TU München: "Die Herausforderung betreffen mehrere Aspekte: So eine Zelle kann man sich vorstellen, die ist ungefähr so groß wie ein Zehntel eines Haardurchmessers. Die elektronischen Komponenten, die man bauen kann, zum Beispiel in Siliciumtechnologie, die liegen ein Faktor 1000 drunter noch mal. Unser Ziel ist mit diesen Druckprozessen verschiedene Geometrien und Materialien ausprobieren zu können, die dann später in Implantaten verwendet werden können. Wenn ich mir jetzt überlege, dass ich zum Beispiel eine bestimmte Nervenfaser im Vagusnerv stimulieren könnte und damit eine bestimmte Antwort hervorrufen könnte, wie zum Beispiel das Senken des Blutdrucks, dann wäre das natürlich ein großer Fortschritt, wenn man das hinbekommt. Wir haben versucht mit einem relativ einfachen additiven Fabrikationsprozess Strukturen, Sensoren und Leiterbahnen auf weiche Substrate aufzubringen. Und wir machen das Ganze, weil wir natürlich in der Lage sein wollen, möglichst weiche, dehnbare Elektronik zu bauen, die sich besser integrieren lässt mit biologischem Gewebe." Prof. Dr. Oliver Hayden, Lehrstuhl für Biomedizinische Elektronik, TranslaTUM, TU München: "Die Medical Electronics Conference während der electronica in München ist etwas Einzigartiges. " Prof. Dr. Bertram Wolfrum, Fakultät für Elektro- & Informationstechnik, TU München: "Das ist von äußerster Wichtigkeit, dass wir verschiedene Gruppen haben, die mit ihren eigenen Expertisen, sei es aus der Medizin, sei es aus der Elektrotechnik, aufeinander zugehen und damit gemeinsame Forschungsprojekte anstoßen und Entwicklungen vorantreiben.“

Mehr Information
Weniger Information
512 x 313
640 x 385
720 x 430
1280 x 745

Benutzerdefinierte Größe

Breite px
Höhe px

Weitere Videos zur electronica

electronica

Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik

München