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EXPO REAL 2018 - Stadtentwicklung

Es wird eng in unseren Städten. Verkehr und Bebauung, Ökologie und gesellschaftliche Interessen beanspruchen immer mehr Raum. Die Stadt von morgen erfordert von Architekten und Planern, Politik und Bürgern neue Denkansätze… O-Ton Matthias Hollwich, Principal, Hollwich Kushner: Was die Stadt der Zukunft sein sollte, ist wirklich eine Stadt, die die Leute wieder zusammenbringt – gerade in allen Generationen, dass wir auch verschiedene Meinungen wieder zusammenbringen, dass wir Orte schaffen, wo die Individualität akzeptiert wird, aber die Gemeinschaft wieder größer geschrieben wird und dass die Leute sich das auch leisten können. O-Ton Oliver Seidel, Stadtplaner & Mitgründer, Cityförster: Das ist wichtig für die Städte, sie müssen sich langfristige Perspektiven erarbeiten, so schwierig das auch zu sein scheint. Zum Glück gibt es im Moment diese Tendenzen, zumindest in Deutschland, dass immer mehr Städte sich wieder um eine strategische Ausrichtung kümmern, nicht mehr einfach nur bauen, um bauen zu können. Lösungswege sehen die Experten zum Beispiel in der Verdichtung des Wohnraums, in Co-Working-Projekten, weniger Autos, mehr smarten und grünen Wohnanlagen. Das Gemeinwohl soll mehr zum Bauherrn werden. O-Ton Carsten Sellschopf, Geschäftsführer, Instone Real Estate Development: Wir sehen das in vielen Kommunen, dass wir sehr starke soziale Anforderungen haben, wir begrüßen das und bauen die auch aktiv in unsere Quartiersentwicklungen mit ein. Erst durch diese Akzeptanz werden wir langfristige Nachbarschaften erhalten, die auch Spaß haben, die auch ökologisch, ökonomisch funktionieren. O-Ton Markus Lewe, Oberbürgermeister, Stadt Münster: Ich nehme schon wahr, dass gerade beim Thema Wohnen unsere soziale Marktwirtschaft noch eine gewisse Nachjustierung braucht, weil wir erleben im Prinzip, dass da eine gewisse Dysbalance entstanden ist, zwischen gemeinwohlorientiertem Flächennutzen und handelsorientiertem Flächennutzen und da muss meines Erachtens wieder eine gewisse Balance reinkommen. Es gilt also einzelne Interessen zu berücksichtigen und dabei das Große und Ganze im Blick zu behalten. O-Ton Michael Denkel, Stadtplaner & Partner, AS + P: Wir Planer würden uns von der Politik mehr Mut wünschen, denn heutzutage hört man sehr, sehr genau hin, was die Bürger sagen. Es sind aber immer nur Partikularinteressen, die dort abgefragt werden und es ist fast nicht mehr möglich größere, für die Gesamtstadt sinnvolle Vorhaben durchzusetzen, weil die Politiker in der Regel sehr, sehr vorsichtig damit umgehen. Die Politiker dürften durchaus riskieren, dass es etwas Ärger gibt im Einzelnen, wenn es für den Gesamtorganismus der Stadt wichtig und gut ist. Der Austausch und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure ist die Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die EXPO REAL bietet dafür die professionelle Plattform.

Schlagwörter: Messe Muenchen, München, Mobilität, Immobilienbranche, internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, EXPO REAL 2018, Stadtentwicklung, Urban Innovation, smart city, Intelligent Urbanization, Oliver Seidel, Carsten Sellschopf, Markus Lewe, Michael Denkel

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512 x 313
640 x 385
720 x 430
1280 x 745

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