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EXPO REAL 2018 - Immobilienwirtschaft & Geopolitik

10 Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise sind die Auswirkungen in der Immobilienwirtschaft weiterhin spürbar: hohe Immobilienpreise, niedrige Zinsen, hoher Anlagendruck und niedrige Renditen für Investments. Doch der Branche geht es gut. Sie hat sich weiter entwickelt, ist internationaler und digitaler geworden. Die Sensibilität für die Unwägbarkeiten des globalen Marktes bleibt aber allgegenwärtig – auch auf der EXPO REAL 2018, dem größten europäischen Branchentreff der Immobilienwirtschaft. Simon Mallinson, Executive Managing Director, Real Capital Analytics: "Geopolitische Risiken haben Einfluss auf der ganzen Welt. Märkte wie Frankreich hatten zum Beispiel politische Unsicherheiten vor zwölf bis achtzehn Monaten. Frankreich scheint das überwunden zu haben, so dass wir etwas mehr Aktivität im Markt sehen. Auch der deutsche Markt hatte politische Probleme zu Anfang des Jahres. Investoren haben das nun bewältigt und kommen recht schnell zurück. Politische Unsicherheiten haben also Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, doch sie scheinen nur kurzfristig zu sein." Professor Lorenz Reibling, Chairman & Co-Founder, Taurus Investment Holdings: "Ich glaube, dass die geopolitischen Vibrationen im Moment überschätzt werden und wenig damit zu tun haben, wer im Weißen Haus regiert oder gar, ob der Brexit stattfindet oder nicht und wie. Die großen Themen sind das Klima, zum Teil beängstigende Konzentration von Vermögen in wenigen Händen und die Flüchtlingsproblematik, mit 64 Millionen Flüchtlingen, die sich momentan irgendwo auf der Erde nach einem Zuhause umsehen." Christopher R. Ludeman, Global President, CBRE: "Das größte Risiko für den heutigen Immobilienmarkt wäre ein kurzfristige Anstieg der Zinsen. Aber relativ gesehen, sind unsere Zinsen – auch wenn sie einen wesentlichen Sprung nach oben machen würden – auf einem historischen Tief." Trotz geopolitischer Unsicherheiten blickt die Branche weiterhin optimistisch in die Zukunft und setzt auf vielfältige Investitionsstandorte. Martin Eberhardt, Member of the board, Corpus Sireo Real Estate: "Was wir natürlich sehen ist, dass Kapital aus Asien in die europäischen Märkte strömt. Im Augenblick noch sehr fokussiert auf Hotspots. Darüber hinaus sehen wir natürlich durchaus auch Chancen in den B- und C-Standorten, wenn sie denn gute Prognosen haben, was Demographie und wirtschaftliche Entwicklung anbelangt." Ralf Kind, CEO, Deutsche Mittelstand Real Estate: "Die B- und C-Standorte sind deutlich weniger tangiert durch geopolitische Verwerfungen wie die A-Standorte, weil es sich hier um ein sehr viel defensiveres Produkt handelt. Das bedeutet, dass die Mieten hier viel niedriger sind, das heißt, selbst wenn die Volkswirtschaft eine schwierigere Zeit durchleben würde, würden diese Mieter weiterhin ihre Miete bezahlen können und es spielt auch eine Rolle, dass sie kaum spekulativen Neubau in diesen B- und C-Standorten haben."

Schlagwörter: MESSE MÜNCHEN, München, Immobilienbranche, internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, EXPO REAL 2018

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